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5. Baustellenstammtisch der Abfallwirtschaft – Dialog mit Bürgern und Anwohnern bleibt das Ziel

Kupferzell-Beltersrot: Die Dialogplattform „Baustellenstammtisch“ zu den Arbeiten auf dem Gelände der Deponie Stäffelesrain hat sich mittlerweile fest etabliert. Bereits zum fünften Mal wurden Bürger und Anwohner der Deponie von der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis eingeladen. Ende März stand jetzt eine Baustellenbesichtigung an.

Gezeigt wurden unter anderem die aktuellen Arbeiten an der Entwässerung der ehemaligen Kreismülldeponie, die verschiedenen Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz und die Regelungen für den Wertstoffhof während der Bauphase.

Besonders groß war das Interesse für das Innenleben der Schächte und Leitungen, die gerade in zwei Meter Tiefe verlegt werden. Maaren Pessotto vom Ingenieurbüro Roth & Partner aus Karlsruhe erläuterte dabei die unterschiedlichen Abwasserleitungssysteme, bei denen man zwischen Niederschlagswasser durch Regen und Sickerwasser aus der Deponie unterscheiden müsse. „Alle belasteten Abwässer laufen durch die Sickerwasserreinigungsanlage und werden danach zur Kläranlage abgeleitet“, so Pessotto. Um die Leitungen auch künftig kontrollieren zu können, werden momentan verschiedene Kontrollschächte gebaut.

Für die Arbeiten zur Abdichtung der ehemaligen Kreismülldeponie wartet die Abfallwirtschaft derzeit noch auf verschiedene Genehmigungen. Der Genehmigungsantrag wurde im Juli letzten Jahres beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht und soll spätestens Mitte April vorliegen. Bei der Stilllegung einer ehemaligen Kreismülldeponie treffen allerdings verschiedene Rechtsvorschriften aufeinander. „An oberster Stelle steht immer der Schutz von Mensch und Umwelt, weshalb die Überprüfung der Genehmigung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt“, betont der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. Bei der Stilllegung der ehemaligen Kreismülldeponie geht es vor allem darum, die Oberfläche der Deponie abzudichten, so dass kein Niederschlagswasser in den Müllkörper eindringen kann. Gleichzeitig soll ein neuer Deponieabschnitt für Bauschutt und Erden entstehen.  

Viel diskutiert wurde beim Baustellenstammtisch auch über die verschiedenen Natur- und Artenschutzmaßnahmen auf dem Deponiegelände. Bei einer ökologischen Begutachtung wurden unter anderem die streng geschützten Arten Zauneidechse, Haselmaus und Gelbbauchunke gefunden. Diese Arten müssen während der Bauphase speziell geschützt werden. Die einzelnen Maßnahmen erläuterte die Betriebsleiterin der Abfallwirtschaft, Silvia Fritsch, anhand einer Karte. So wurden beispielsweise für die Zauneidechsen Übergangsquartiere geschaffen. Nach und nach würden jetzt die Tiere dazu bewegt, in die neuen Quartiere umzuziehen, berichtet Fritsch. „Teilweise müssen die Zauneidechsen von Fachleuten auch von Hand gefangen und versetzt werden“. Diese Maßnahmen müssen von der Abfallwirtschaft auch mit einem sogenannten Monitoring überwacht werden.

Die Bauarbeiten für den neuen Wertstoffhof Stäffelesrain sollen im April starten. Den Ablauf während der Bauphase soll so unkompliziert wie möglich laufen. „Es muss alles etwas zusammengerückt werden, aber der Ablauf ist gut organisiert und es wird eine weitere Ausfahrt geben“, so Betriebsleiterin Fritsch. Sie weist ebenfalls darauf hin, dass die Recyclinghöfe in Waldenburg und Künzelsau während der Bauphase verlängerte Öffnungszeiten haben. So können auch hier bequem Wertstoffe abgegeben werden.

Der nächste Baustellenstammtisch soll voraussichtlich im Herbst stattfinden. Bis dahin soll der neue Wertstoffhof bereits gut zu sehen sein. „Es ist uns wichtig, den Bürgern und Anwohnern hier vor Ort alles zu zeigen. So kann man es sich besser vorstellen“, unterstreicht Geschäftsführer Sebastian Damm.

Die Termine der regelmäßig stattfindenden Stammtische erfahren Sie über die Presse und über die Homepage der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis (www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de).

 Besucher besichtigen die Baustelle

Bildunterschrift1: Die Besucher besichtigen den Bau der Vorflutleitungen   

Roth Deponie

Bildunterschrift2: Nah am Bürger – das Ingenieurbüro Roth & Partner informiert